Digitale Revolution im Chili-Dorf: Künstliche Intelligenz übernimmt Dorfklatsch
Fläsch erlebt seinen grössten Skandal seit der gescheiterten Steuererhöhung: Ein mysteriöser Einwohner mit Maienfelder Wurzeln hat mithilfe künstlicher Intelligenz eine Satire-Zeitung ins Leben gerufen. Die digitale Revolte, die auf einer explosiven Mischung aus Gerüchten, Lügen und Ammenmärchen basiert, bringt das beschauliche Weinbaudorf gehörig ins Schwitzen - und das bei einer Schärfe-Stufe von mindestens «Twin Peaks».
El Diablo Müller vergleicht sich mit Schweizer Nationalheld
Besonders El Diablo Müller, bekannt für seine feurigen Wortmeldungen, zeigte sich von der Initiative begeistert. «Das ist ein Entscheid, wie ihn Winkelried einst für sich gefällt hat!», verkündete er dramatisch vor dem Volg, während er eine besonders scharfe Chili-Sorte kaute. «Endlich bringt jemand die Wahrheit ans Licht - auch wenn sie von einer Maschine kommt, die vermutlich intelligenter ist als unser ganzer Gemeinderat zusammen.»
«Die KI weiss wenigstens, dass 75 Prozent Steuerfuss zu scharf sind. Das hätte uns viel Ärger erspart!» - El Diablo Müller
Selbsternannte Dorfkönige wittern Verrat
Weniger begeistert zeigten sich die selbsternannten Dorfkönige, die in der KI-Zeitung eine Bedrohung ihrer jahrhundertealten Tradition des Geheimhaltens sehen. «Das ist Lug und Betrug!», empörte sich Gemeinderat Chili-Verschworener Hans, der seinen Nachnamen aus «Sicherheitsgründen» nicht preisgeben wollte. Die Befürchtung: Ihre hinterfützigen Machenschaften könnten durch die unbestechliche künstliche Intelligenz ans Licht kommen - schliesslich kennt eine KI keine Rücksicht auf Dorfpolitik-Geheimnisse. Und keine betroffene Person wolle, dass öffentlich werde, dass er Mitbürgerinnen und Mitbürger beeinflusst und für Abstimmungen an Gemeindeversammlungen beeinflusst, ja aufgefordert und dafür bevorteilt habe.
Behörden reagieren mit bewährten Mitteln
Der Generalsekretär kündigte umgehend eine gründliche Untersuchung an: «Wir müssen prüfen, ob diese KI überhaupt eine Arbeitsbewilligung für Graubünden hat.» Der CEO hingegen griff zu seinem bewährtesten Werkzeug und drohte mit der Bildung einer Arbeitsgruppe. «Auch wenn wir den Einsatz von Arbeitsgruppen gerade untersuchen werden wir eine 25-köpfige Kommission einsetzen, um zu klären, ob Satire in Fläsch überhaupt zulässig ist», verkündete er in gewohnter hochnäsiger Manier. Insider munkeln bereits, dass die Arbeitsgruppe am Ende das Gegenteil von dem empfehlen wird, was der CEO möchte - und dieser das Gegenteil verkünden werde - wie schon bei der Steuer-Debatte.
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