📍 Fläsch, Graubünden, Schweiz
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Goldenes WC

Goldenes WC

Kurioses Erstellt durch: der Flüsterer 10. November 2025

Fläschs Thron der Goldenen Träume: Das teuerste Stille Örtchen der Schweiz

In einer bahnbrechenden Entscheidung hat die Gemeinde Fläsch beschlossen, das erste und einzige öffentliche WC des Dorfes im ehrwürdigen Kirchturm zu errichten. Was als einfache sanitäre Lösung begann, entwickelte sich zu einem architektonischen Meisterwerk der Barrierefreiheit – und zu einem finanziellen Abenteuer, das selbst den CEO ins Schwitzen brachte.

Vom Parterre zum Palast

Ursprünglich sollte das «Goldene WC» – so der offizielle Name – einfach im Parterre des Kirchturms installiert werden. «Rein, erledigen, raus», dachte man sich. Doch dann kam die Realität der Schweizer Bauvorschriften. Das WC musste behindertengerecht zugänglich gemacht werden, was eine komplette Umgestaltung des historischen Kirchturm-Eingangs zur Folge hatte.

«Wir haben jetzt eine Rampe, die länger ist als mein Rebberg. Und der Lift kostet mehr als mein ganzer Jahrgang 2023», klagt Hansruedi kopfschüttelnd.

Kostenspirale im Schärfe-Bereich «Twin Peaks»

Die ursprünglich budgetierten 50'000 Franken explodierten auf sagenhafte 350'000 Franken. Zum Vergleich: Das liegt auf der Fläscher Schärfe-Skala deutlich über «Twin Peaks» – also im Bereich «völlig verrückt». Der hydraulische Lift allein verschlingt 120'000 Franken, die behindertengerechte Rampe weitere 80'000 Franken.

«Für das Geld hätten wir jedem Dorfbewohner ein privates Plumpsklo aus Carrara-Marmor spendieren können», rechnet Tamara vor, die als selbsternannte Dorfökonomin ein Auge für solche Details hat.

Der Generalsekretär, in seiner Funktion als Revisor, hat bereits angekündigt, die Ausgaben «sehr genau unter die Lupe zu nehmen». Besonders die goldenen Toilettenpapierhalter für 2'500 Franken pro Stück werfen Fragen auf.

El Diablo meldet sich zu Wort

Wie zu erwarten, liess El Diablo Müller nicht lange auf sich warten. In seinem neuesten Leserbrief schreibt er:

«Ein goldenes WC im Kirchturm – das ist ja wohl der Gipfel der Verschwendung! Früher sind wir einfach in den Wald gegangen, und das hat 2000 Jahre lang funktioniert! Und warum muss es ausgerechnet im Kirchturm sein? Das ist doch Gotteslästerung!»

Eröffnung mit Fanfare geplant

Die feierliche Eröffnung soll im Frühling 2025 stattfinden. Der CEO plant bereits eine grosse Zeremonie mit Blasmusik, bei der das erste «Goldene Geschäft» symbolisch von einer Prominenz verrichtet werden soll. Gerüchten zufolge wurde bereits Roger Federer angefragt, doch dieser hat «aus terminlichen Gründen» abgesagt.

«Das wird ein Meilenstein für Fläsch. Endlich haben wir eine Attraktion, die wirklich alle Bevölkerungsschichten anspricht – im wahrsten Sinne des Wortes», verkündet der CEO stolz.

Der Adjutant hingegen ist weniger begeistert: «Wer soll das denn sauber halten? Ich bin Abwart, nicht Klo-Putzer!» Eine Arbeitsgruppe zur Klärung der Reinigungsmodalitäten wurde bereits vom CEO einberufen.

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